Heute gehts wieder mal um Vibrationen. Unerwünschte. Und wie man sie perfekt unterdrückt. Dieser Beitrag läuft in der Serie: Günstiger gehts nicht. Also stellt 10 € bereit.

Hans bringt Glück.

Moongel – die Gummibärchen der HiFi-Szene

Ich gehöre ja zu den glühenden Fans von Hans Beekhuyzen wie regelmäßige Leser meines Blogs bereits wissen. Und wenn euch der Titel des Beitrags an Gummibärchen erinnert hat, liegt ihr gar nicht so falsch. Hans hat nämlich in einem seiner letzten Beiträge das Moongel erwähnt, das man unter Verstärker, CD-Player oder auch Plattenspieler legen kann. Aber der Reihe nach. 

Zittern macht unscharf 

Was wir vom Fotografieren längst leidvoll erfahren mussten, gilt auch für HiFi. Wenn man zittert, wird es unscharf. Im Fall von HiFi zittern die elektronischen Geräte, Kabel oder sogar Netzleisten, wenn sie am Boden liegen. Dieses Zittern kann Induktion bewirken, denn jedesmal wenn ein Metallteil in einem Magnetfeld bewegt wird, werden winzige Ströme erzeugt, die unerwünscht sind in unserem Fall. Entkoppeln ist also die Devise. Entkoppeln von der vibrierenden Unterlage. Auch wenn man nicht übermässig laut spielt vibriert der Tisch, das Rack oder wo sonst eure HiFi-Anlage drauf steht. 

Vibrationen absaugen

6 Stück in der Dose

Schon einmal habe ich über das Wunder IKEA Aptitlig berichtet, ein mehrfach verleimtes Küchenbrett, das exzellent in der Lage ist Vibrationen von Geräten aufzunehmen. Wenn das Ikea-Brett nun aber auf einen vibrierenden Fläche aufliegt, überträgt es auch Schwingungen zum Gerät. Hier kommt das Blaue ins Spiel. Moongel sind etwa Briefmarken-große Gel-Pads, die Drummer verwenden um ihre Felle zu dämpfen. Konsistenz in etwa die eines Gummibärchens. Weich und wabbelig, hat aber den Vorteil, dass Moongels nicht austrocknen. Kostenpunkt für 6 Stück in der Dose etwa 10 €. Zu holen im Musikgeschäft in dem Drums verkauft werden, zB. Klangfarbe in Wien. Oder online. 

Die State of the Art Variante

Neben der Anregung von Hans Beekhuyzen, gab es gestern noch ein zweites Ereignis, das mich „geflasht“ hat. Meister Mesicek hat mich eingeladen seine Referenz-Anlage zu hören. Feinste Goldmund-Variationen, mit fürstlicher Verkabelung. Perfekte Ortung, herrlich neutrale Klangfarben, Stimmen voller Emotionen.

Nordost Sort Kone Querschnitt

Und dann ist es geschehen. Unter den digitalen Vorverstärker wurden 3 Kegel gestellt mit Stahlkugel drinnen als Auflage. Klang wird ein klein wenig besser, konturierter. Nun wurden die Version mit Stahlkugeln durch Keramikkugeln ersetzt. Deutliche Verbesserung, Streicherteppiche werden plötzlich fein aufgelöst, Stimmen noch etwas wärmer und es ist für mich keine Frage, dass diese Teile einen aussergewöhnlichen Beitrag leisten. Es wäre nicht Meister Mesicek, wenn nicht noch eine Bronzevariante verfügbar wäre, nochmal doppelt so teuer, die zu der Auflösung den geradezu samtigen Glanz spendiert. 3 Kegel zum Preis von ca 50/100/170 € /Stück. In Titan gehts auch noch um 450.- €. Hab ich aber noch nicht gehört. Wenn die Verkabelung der Anlage bereits ca 20 k € verschlungen hat, ist das auch nicht mehr so viel, in meinem Fall aber doch weit aus der Range verfügbarer Knete. Daher zurück zur blauen Knete

Das Spiel ist eröffnet

3 Gels unter der gewobenen Carbon-Platte

Neben der Ikea Unterlage gibt es bei mir im Haus seit einiger Zeit auch eine Carbon-Platte, wie sie von Modellbauern verwendet wird, oder im Autobau zur Anwendung kommt. Mit ca 60 € für ein 20 x 30 cm großes Brettchen mit nur 4mm Dicke nicht ganz so günstig wie Ikea, aber sehr gut in der Aufnahme der Vibrationen.

Ich hab also unter den fast 8 kg schweren DAC X26Pro von Gustard ein IKEA Aptitlig gelegt, das auf 6 Moongels plaziert wurde. Der wesentlich leichtere Bluesound Node liegt auf der Carbon Platte, die von 3 Gels getragen wird. Die dadurch erzielte Feinheit, Tiefe und Fülle des Klanges hat mir fast die Tränen in die Äuglein getrieben. So schön war es noch nie zu Haus. Jeder der nicht sofort selber ausprobiert was das bei ihm/ihr zuhause bewirken kann ist selber Schuld. Wir umarmen im Geiste den Hans aus Holland für die Idee. Alle mit besser gefüllten Brieftaschen solten aber schleunigst einen Termin mit Mesicek oder gleichwertigen Händlern vereinbaren und die Sort Kones von Nordost checken. Da geht noch viel beim heimischen Klang.