Für eine bessere Zukunft in St. Ursula

Die Aufgabenstellung in St . Ursula in Wien Mauer zweigeteilt , aber mit gleichem Thema: Es ist zu laut! Zuerst einmal im Speisesaal , in dem die Schüler und Lehrer eigentlich Erholung finden sollen nach den Schulstunden, aber eine glatte Decke, ebensolche Böden und Tische, sowie eine breite Durchreiche zur Küche waren die  „besten“ Vorraussetzungen für ungebremste Lärmentfaltung.

Mehr Decke als sonst was , aber schallhart und somit laut zurück tönend.

Ähnlich im großen Pausenraum, der mit Riesenfensterfront und schallharten Flächen wohin das Auge reicht jeden Pieps von Unterhaltung zum Lärmangriff umsetzte. Auch nur leise Unterhaltung zweier Schüler wurde zur Lärmkulisse, keine Chance für Entspannung oder Ausruhen. Architeckten sollten in solchen Räumen 1 ganzen Tag verbringen müssen, und schon wären sie auf der Suche nach den Skripten der geschwänzten Akustikvorlesung.

Volle Fenstergalerie, sehr hoher Kathedralenartiger Raum, knallhart reflektierender Boden – als Hallraum ein Traum, als Pausenraum mit Alb davor.

Da hilft nur großflächige Aufbringen hochwirksamer Schluckelemente, die absaugen was sich an Echo und Hall entwickeln will und so für rasch abklingende Schallereignisse sorgen. Gerade wenn nur Teile des Raumes „belegt“ werde können mit Schallschluckwirksamen Materialien müssen diese volle Power haben im Vernichten von jeglichen Lärm.

Kein lauter Ton, dank Ecophon

Gottseidank war der Erfolg wieder einmal überwältigend, vor allem im Speisesaal, in dem die Nachhallzeit auf fast 1/3 reduziert wurde und statt Lärmhölle nun akustisch gedämpfte Atmosphäre beim Essen für gute Stimmung sorgt. Mit 0,4 Sekunden Nachhallzeit im Schnitt herrscht im Speisesaal das tonale Ambiente eines ORF Studios, das dafür sorgt, dass Gespräche und vor allem die Inhalte unter den Beteiligten bleiben und sich nicht im ganzen Raum verbreiten.

Die Spezialisten von Ing. Erhartmaier aus Hartberg wurden zwar zu Beginn etwas gefordert, da der Deckenanstrich nicht die erwartete Festigkeit aufwies und so quasi „ad hoc“ von Kleber auf Schienenmontage umgstellt werden musste. Trotzdem wurde der Fertigstellungstermin so gut wie gehalten und auch die Kosten nur geringfügig erhöht.

 

 

Stück für Stück wird die Decke bedämpft.

 

Auch der Pausenraum bekam zwei komplette Bahnen Akustikplatten an der Decke, die der Entwicklung von Lärm eine große Schallschluckfläche entgegen stemmen. Bedingt durch die – vorerst – noch fehlenden Massnahmen an den Wänden des Durchganges sind nach wie vor Echos zwischen der Fensterfront und der Seitenwand nicht zur Gänze verschwunden, trotzdem wird auch hier für jeden eine deutliche Veränderung zum Guten hörbar.

 

Viel besser,  aber noch nicht gut –

Nach Rückkehr aus den Ferien können die Schüler nun zumindest im Speisesaal und im Pausenraum mit ruhigere Zeiten rechnen.